Poker Tischetikette

Pokerveranstaltungen in unseren Lokation´s bilden für unsere Gäste eine außergewöhnliche Freizeitgestaltung, die in erster Linie die Freude und den Spaß des Pokerspiels fördern sollen. Fairplay und ein respektvoller Umgang wird von allen Teilnehmern erwartet. Sollte es zu Unstimmigkeiten kommen, so gilt die Entscheidung der Turnierleitung.

Wir empfehlen allen Spielern, sich mit den folgenden Regeln vertraut zu machen, damit ein entspannter Turnierablauf gewährleistet werden kann.

1. Sitzplätze

Die Vergabe der Sitzplätze wird ausgelost oder durch das Personal festgelegt und ist nicht übertragbar.

2. Dealer-Button

Der Button wird zu Beginn jedes Turniers und bei Neubildung eines Tisches (Multi-Table-Turnier) durch die höchste Karte ausgelost.

Nach jedem Spiel wird der Dealerbutton im Uhrzeigersinn um eine Position weiter geschoben.

Es wird ein „Toter Button“ verwendet (der Button liegt auf dem Platz eines gerade ausgeschiedenen Spielers), damit die ursprüngliche Reihenfolge der Blinds bestehen bleibt (jeder Spieler muss in zwei aufeinander folgenden Spielen den Big und den Small Blind bringen).

Durch ein Ausscheiden des betreffenden Spielers kann der Small Blind u. U. ausfallen. Sollte der Spieler ausschieden, welcher im nächsten Spiel den Big Blind zu bringen hätte, rückt automatisch der dahinter sitzende Spieler in den Big Blind.

Sobald nur noch zwei Spieler verblieben sind (Heads up), wird der Button so verschoben, dass kein Spieler in wie aufeinander folgenden Spielen den selben Blind zu bringen hat, wobei der Dealer im Heads up jeweils den Small Blind zu bringen hat.

3. Jetons

Jeder Spieler erhält zu Beginn des Turniers die gleiche Anzahl an Jetons, die durch die Turnierleitung freigegeben wird.

Bei gesondert anzusagenden Turnieren kann es Abweichungen von dieser Regel geben. (z.B.: kann der Startstack ggf. durch freiwilliges Sponsoring aufgestockt werden.)

4. Platzierung und Turniersieger

Sieger des Turnieres ist der Spieler, welcher es schafft, alle Jetons von den anderen Spielern zu gewinnen.

Ein Spieler, der alle seine Jetons verloren hat, scheidet aus dem Turnier aus. Seine Platzierung ergibt sich aus den zum Zeitpunkt seines Ausscheidens noch verbliebenen Teilnehmern.

Sollten zwei oder mehrere Spieler im selben Spiel ausscheiden, ist von diesen Spielern derjenige der bestplatzierte, welcher zu Beginn dieses Spieles die meisten Jetons hatte.

Sollten zwei oder mehrere Spieler zu Beginn ihres letzten Spieles gleich viele Jetons gehabt haben, ist der Spieler von ihnen, welcher das beste Blatt in diesem Spiel hatte, auch der Bestplatzierte.

Sollten zwei oder mehrere Spieler zu Beginn ihres letzten Spieles gleich viele Jetons gehabt haben und außerdem in ihrem letzten Spiel die gleiche höchste Gewinnkombination aufweisen können, so ist der Spieler, welcher in diesem Spiel die ungünstigste Position hatte, der Bestplatzierte, wobei der Spieler, welcher den Small Blind zu bringen hatte, die schlechteste und der Spieler, welcher den Dealer-Button vor sich liegen hatte, die beste Position hatte.

5. Karten und Jetons jederzeit sichtbar

Alle Jetons, der Dealerbutton und die Spielkarten müssen jederzeit sichtbar sein. Speziell die Jetons mit den höchsten Werten dürfen nicht versteckt werden. Turnierjetons dürfen sich zu keiner Zeit in den Taschen eines Spielers befinden. Jetons, die sich in Taschen der Spieler befinden, werden aus dem Turnier genommen.

Darüber hinaus kann dies zu einer Disqualifikation desjenigen Spielers führen

6. Turnierfremde Jetons

Turnierfremde Jetons sind nicht zugelassen, ausgenommen ein Jeton zum Schutz der Karten.

7. Anweisungen der Dealer

Grundsätzlich sind den Anweisungen der Kartengeber (Dealer) des Hauses Folge zu leisten.

Im Streitfall kann die Turnierleitung gerufen werden, deren Entscheidung in jedem Fall bindend ist.

8. am Tisch sitzen

An den Spieltischen dürfen nur Spieler Platz nehmen, die gültige Jetons vor sich liegen haben. Zuschauer haben mind. 1 m Abstand zu halten.

Nach Verlust des letzten Jetons muss sich der Spieler vom Tisch entfernen.

9. Reihenfolge

Die Einsätze erfolgen nur der Reihe nach im Uhrzeigersinn.

10. Umgangsformen

Der Gebrauch von Schimpfworten, unflätiger Sprache und Beleidigungen ist streng verboten und führt zur Bestrafung des Spielers, der die Beleidigungen ausgesprochen hat.

Die an den Tischen gesprochene Sprache muss deutsch oder englisch sein.

11. verbale Ansage

Eine verbale Ansage ist bindend, sofern man an der Reihe ist. Eine verbale Ansage, eine Erhöhung (Raise) oder ein Bezahlen (Call) außerhalb der Reihenfolge kann nicht zurückgenommen werden, es sei denn, der aktuelle Akteur entscheidet sich, mehr anzusetzen als der außer der Reihe handelnde.

12. Raise

Eine Erhöhung muss mindestens dem aktuellen Big Blind (minimale Erhöhung) entsprechen. Sollte ein Spieler vorher ein Raise oder ein Bet getätigt haben, welches die Höhe des aktuellen Big Blinds übersteigt, muss ein (weiteres) Raise mindestens die gleiche Höhe haben.

13. Call / Raise

Wenn ein großer Jeton ohne weitere Ansage ins Spiel gebracht wird, gilt dies lediglich als „Call“. Sollten mehr Jetons gesetzt werden, als zum Call der aktuell geforderten Summe unbedingt notwendig, gilt dies als Raise auf die Höhe der Summe dieser Jetons, sofern mit der Gesamtsumme dieser Jetons neben der zum Call notwendigen Summe mindestens die Hälfte des minimalen Raises erbracht wurde.

14. Raise

Eine Erhöhung kann durch eine verbale Ansage des Betrages der Erhöhung oder durch Ansetzen des gesamten Betrages mit einer Handbewegung erfolgen, sofern Punkt 11 hiervon nicht berührt wird.

15. All-in

Sollte ein Spieler All-in raisen und mit diesem Raise das reguläre Raise in Mindesthöhe des Big Blinds nicht erfüllen, so gilt dies nicht als reguläres Raise. Daher kann auf dieses All-in-Raise auch kein Re-Raise getätigt werden.

16. Spieler nicht am Platz

Die Spieler müssen an Ihrem Platz sein, während der Dealer die Karten verteilt. Falls dies nicht der Fall ist, werden die Karten der betroffenen Spieler aus dem Spiel genommen.

Sollte ein Spieler, der einen Blind zu bringen hat, nicht auf seinem Platz sitzen, so wird sein zu bringender Einsatz durch den Dealer gebracht und die Karten werden automatisch gefoldet, sobald von einem anderen Spieler eine Erhöhung getätigt wird und der abwesende Spieler an der Reihe ist. Sollte keine Erhöhung erfolgen, verbleibt der abwesende Spieler im Spiel. Der Spieler darf sich max. 1 Stunde von seinem Platz fernhalten. Danach wird er disqualifiziert und seine verbliebenen Chips entfernt.

17. Showdown

Wenn es in der letzten Betrunde keine Ansätze  (Bet oder Raise) mehr gegeben hat, müssen alle Karten in Spielreihenfolge aufgedeckt werden. Jeder Spieler hat das Recht, jederzeit durch Wegwerfen seiner Karten aus dem Spiel auszuscheiden.

18. Karten aufdecken

Das Aufdecken der Karten eines direkt vor dem Show-Down freiwillig ausscheidenden Spielers kann nur von einem Spieler verlangt werden, der selbst am Show-Down beteiligt ist.

19. Race for Chips

Mit Erreichen einer Blind-Stufe, in der die Jetons mit dem derzeit geringsten Wert nicht mehr zwingend benötigt werden, wird ein „Race for Chips“ durchgeführt.

Hierzu werden alle Jetons des entsprechenden Wertes durch den Dealer - soweit 1:1 möglich - gewechselt. Die verbliebenen Jetons werden durch das Losverfahren vereinigt und gegen ein (oder mehrere) nächstgrößere(s) Stück(e) eingetauscht. Zur Vereinigung der Jetons erhält zuerst der dem Dealerbutton nächstsitzende Spieler eine der Menge der in seinem Besitz befindlichen Stücke entsprechende Anzahl von Karten. Danach erhalten dem Uhrzeigersinn folgend alle anderen Spieler, die noch Jetons dieser Höhe besitzen, entsprechend viele Karten. Die jeweils höchsten Karten erhalten dann je ein Stück des nächsthöheren Wertes, bis die dem Gesamtwert der durch die Spieler eingebrachten Jetons verteilt wurde.

Mit Erreichen der Blindstufe 1000/2000 wird kein „Race for Chips“ durchgeführt.

Das „Race for Chips“ beim Erreichen der Blindstufe 500/1000, wird nur bzw. erst dann durchgeführt, wenn jeder Spieler ein Stack von mindestens 1500 hat.

20. Erhöhung der Blinds

Die Erhöhung der Grundeinsätze (Blinds) erfolgt durch Zeitablauf und Start des nächsten Spiels. Ein Spiel beginnt mit dem Mischen der Karten.

21. Neue Karten

Die Spieler haben nicht das Recht, neue Karten zu verlangen.

22. Karten zeigen

Es ist nicht erlaubt, seine Karten während des Spiels anderen Spielern zu zeigen.

Kein Spieler darf seine Karten während des laufenden Spiels aufdecken.

23. weitere Karten aufdecken

Es ist nicht erlaubt, den Dealer zur weiteren Kartenausgabe zu bitten, wenn das Spiel bereits durch Wegwerfen der Karten vorzeitig beendet ist.

24. Telefonieren während des Spieles

Die Handynutzung ist am Tisch nicht erlaubt. Hierzu muss sich der Spieler mindestens einen Meter entfernen.

25. Äußerungen zum laufenden Spiel

Verbale Erklärungen zur eigenen Hand sind nicht bindend und ein Kommentar zur möglichen Hand des Gegenspielers ist erlaubt.

Dies gilt jedoch nur für Spieler, die noch im Spiel sind. Allen anderen ist dies nicht gestattet. Spieler, die nicht mehr im Spiel sind, dürfen nicht über das laufende Spiel diskutieren oder sich dazu äußern.

Gleiches gilt für gebrannte Karten.

26. Karten schützen

Jeder Spieler hat seine Karten selbst zu schützen. Wenn ein Dealer eine ungeschützte Hand einzieht, hat der Spieler keinerlei Anspruch auf Wiedergutmachung und erhält seinen bisherigen Einsatz nicht zurück.

27. Bedenkzeit

Die Spieler erhalten, wenn sie an der Reihen sind, für ihre Aktion 30 Sekunden Bedenkzeit. Nur wenn ein Spieler seinen gesammten Stack einbringen müßte, hat er max 60 Sekunden Bedenkzeit.

Nach Ablauf dieser Zeit erhält der Spieler einen finalen Countdown von 10 Sek. Danach gilt die Hand als gefoldet.

28. Fairness geht vor

In der Entscheidungsfindung sollte im Interesse des Spiels die Fairness als wichtigste Richtlinie angesehen werden. Unter Umständen kann die Turnierleitung eine von diesen Regeln abweichende Entscheidung treffen, die dem Fairplay dienlich ist. Die Entscheidung der Turnierleitung ist dann bindend.

29. Gewinnkarten brennen

Dealer können keine Gewinnkarte brennen, die bereits aufgedeckt wurde und offensichtlich eine Gewinnerkarte war.

30. Reklamationen

Reklamationen bezüglich einer Fehlentscheidung bei der Ermittlung der Gewinnerhand sind nur möglich, so lange alle Karten des Boards und der am Showdown beteiligten Spieler noch offen auf dem Tisch liegen. Sind diese Karten oder ein Teil von ihnen bereits verdeckt und  vom Dealer eingezogen, ist das Spiel beendet und einer Reklamation kann nicht mehr nachgegangen werden.

31. Umplatzierungen

Die Turnierleitung kann jederzeit Spieler an andere Tische setzen, um einer anzustrebenden Gleichverteilung gerecht zu werden (Multi-Table-Turnier).

32. Sonderregel:

Besitzt ein Spieler (A) die Nuts und tut Alles dafür, damit sein Gegner (B) nach dem River noch einmal anspielt, so darf ein angekündigtes Raise des Spielers mit den Nuts (A) nicht als Fehler bekundet werden, weil er angeblich nur ein „call“ spielen wollte. Da die Spielregel eindeutig besagen, das das gesprochene Wort bindend ist, wird der Gegenspieler (B) bewusst verstärkt getäuscht, indem er dem scheinbar versehentlichen Raiser (A) aus diesem „Vermeintlichen Fehler „ nicht mehr die Nuts zutrauen wird. Er wird dadurch verstärkt zu einem „call“ animiert.Sobald diese Situation nach dem „Show Down“ auftritt wird das letzte „call“ als nicht getätigt gewertet. Diese Chips des letzten call bekommt der geschädigte Spieler (B) zurück. Der Spieler (A) wird den verbliebenen Pot gewinnen, bekommt jedoch eine Bestrafung wegen unterstellter bewusster Täuschung im „Graubereich der Spielregeln“ ausgesprochen: „Spieler (A) ist eine Dealer-Runde des Tisch zu verweisen. Seine Blinds werden trotzdem gezahlt.“

Im Falle einer Wiederholung wird der Spieler (A) sofort aus dem laufenden Turnier disqualifiziert. Spieler (B) wird nur seinen letzten „Call“ zurückbekommen. Die kompletten Chips des Spieler (A) werden aus dem Turnier entfernt. Dem Spieler (A) wird ab diesem Zeitpunkt und auf Lebenszeit das Pseudonym „dirty“ zu seinem Namen hinzugefügt. Andere Spieler bekommen somit künftig die Möglichkeit, zu erkennen, das Spieler „diry A“ über die Kenntnis verfügt, um  mit unsauberen Tischmanieren seine Gegner manipulieren zu können

33. Bestrafung durch die Turnierleitung

Die Turnierleitung hat die Möglichkeit, bei Verstoß gegen eine oder mehrere dieser Regeln, Zeitstrafen von 5, 10, 15, 20, 25, 30, 35 oder 40 Minuten gegen einen Spieler auszusprechen. Diese Strafen können zur Disqualifikation führen. Sollte ein Spieler Spielkarten manipulieren, so hat er für jedes Beschädigte Kartendeck 10,- Euro zu bezahlen. Ausserdem sind rückwirkend für 12 Monate alle gewonnenen Preise dem Veranstalter finanziell zu ersetzen. In diesem Fall wird zusätzlich ein lebenslanges Hausverbot erteilt.

Die Festlegung der Strafe obliegt dem Ermessen der Turnierleitung oder deren Beauftragten (z. B. Dealer). Die Jetons eines disqualifizierten Spielers werden aus dem Spiel genommen.

34. Turnierabsage oder -Änderung

Die Turnierleitung behält sich das Recht vor, ein Turnier abzusagen oder zu verändern, wenn dies im Interesse des Turniers oder der Teilnehmer ist.

35. Unstimmigkeiten

Bei Unstimmigkeiten während des Turniers ist die Entscheidung der Turnierleitung verbindlich.

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