Poker Basisstrategie

Pre-Flop-Strategie beim Texas Hold’em

Die Spielstrategie wird durch die Karten vorgegeben die man spielen sollte und von denen man sich am besten trennt. Die Überlegung ist einfach – es gewinnt derjenige, der ein besseres Blatt als der Gegner hat. Eine Art Vorentscheidung fällt vor dem Flop.

Etwa 80% der zugeteilten Blätter sind qualitativ nicht ausreichend und sollten – unabhängig von der Position am Tisch – gefoldet werden (wenn man von zehn Spielern am Tisch ausgeht). Gerade für den Anfänger empfiehlt sich eine sehr zurückhaltende (tight) Spielweise, bei der nur mit den besten Starthänden (A-A, K-K, Q-Q oder A-K) agiert wird.

Tipp: Je früher man auf Grund der eigenen Position agieren muss, desto wichtiger ist eine starke Starthand.

Der Tisch lässt sich in drei Segmente unterteilen: Frühe Position (Spieler auf den Plätzen 3 bis 5 nach dem Button), mittlere Position (Plätze 5 bis 7), späte Position (Plätze 7 bis 10). Dazu kommen die Positionen Small und Big Blind, die einen Zwangseinsatz bringen müssen.

Der Spieler links neben dem Big Blind hat die ungünstigste Position. Denn, um zu entscheiden, ob er einen Einsatz bringt, eventuell erhöht oder seine Hand foldet, stehen ihm nur wenige Informationen zur Verfügung. Er kennt seine eigenen Karten, mehr nicht.

Ein Beispiel verdeutlicht das Dilemma. Sitzt man mit einem kleinen Paar (4-4) in einer frühen Position, folgen viele Spieler, die einen gebrachten Einsatz noch erhöhen können. Es bietet sich daher an, diese Hand nicht zu spielen oder nur zu callen und bei einem Raise zu folden. Mit der gleichen Hand und mehr Informationen, kann aus einer späten Position gespielt werden. Man kennt die Erhöhungen und weiß, wer eine starke Hand repräsentiert.

Tipp: Je früher man agieren muss, desto höher sollte die Qualität der Starthand sein.

Nicht zu unterschätzen ist die Bedeutung des Kickers. Der Kicker ist die niedrigste Einzelkarte eines Blattes. Hält man beispielsweise A-3 auf der Hand, ist der Kicker die 3. Wird die Hand gespielt und mehrere Spieler haben ein Ass, so gewinnt derjenige mit dem besseren Kicker. A-3 verliert gegen A-4, gegen A-5 usw. Man sollte sich also gut überlegen, ob man seine Chips riskiert, wenn der Kicker zu schwach ist. Ein ähnliches Problem tritt auf, wenn man mit Ax suited spielt und der Flop ein weiteres Ass, aber keine Karten der benötigten Farbe bringt.

Tipp: Das Spiel mit schwachem Kicker ist zu vermeiden.

Die Flush-Chance ist minimiert und man muss davon ausgehen, dass man durch ein Ass mit einem stärken Kicker bezwungen wird. Man sollten sich also nicht scheuen, diese Hand zu folden, wenn ein anderer Spieler setzt und nicht genug Informationen zur Verfügung stehen. Häufig werden diese Hände völlig überschätzt. In Wahrheit sind es Blätter, die zu Verlusten führen. Die Chance, einen Flush beim Flop zu bekommen, beträgt lediglich 7%.

Tipp: Ein Ass mit einem gleichfarbigen Kicker, sollte man nicht überbewerten.

Jedes Blatt hat eine Gewinnwahrscheinlichkeit. Deshalb sollte ein Gleichgewicht zwischen der Gewinnchance des Blattes und der Größe des Pots erreicht werden. Steht die Gewinnaussicht nicht im Verhältnis zum Einsatz der gebracht werden muss, sollte man sich nicht an dem Spiel beteiligen.

Merke: Je besser die Starthand, desto höher die Gewinnerwartung.

Sollte man mit einer durchschnittlichen oder schwächeren Hand ins Spiel gehen, muss der Pot schon ziemlich hoch sein. Grundsätzlich gilt: Ist man sich unsicher oder hat im Flop nicht die gewünschten Karten gefunden, sollte man folden.

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